Bauchspiegelung

Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Eine Bauchspiegelung wird erforderlich, wenn sich krankhafte Veränderungen und verdächtige Befunde im Bauchraum nicht ausreichend abklären bzw. beseitigen lassen. Beispielsweise wären hierdurch im Falle von chronischen Unterbauchschmerzen dem Verdacht auf Verwachsungen oder einer Endometriose (eine Art Streuung der Gebärmutterschleimhaut) nachzugehen. Hier erlaubt die Bauchspiegelung die genaue Diagnosesicherung und Therapie durch die gezielte Entnahme kleiner Gewebeproben (Biopsien), die anschließend feingeweblich untersucht werden. Eine wichtige Rolle spielt die Bauchspiegelung auch bei der Abklärung einer Sterilität, wobei die Eileiter mit einer Farbstofflösung durchgespült und somit auf ihre Durchgängigkeit überprüft werden.

Die Bauchspiegelung erfordert eine Vollnarkose. Im Bereich der unteren Nabelgrube wird ein kleiner Schnitt von etwa 1 cm Länge gesetzt. Mit einer speziellen Nadel gehen die behandelnden Ärzte in den Bauchraum hinein und füllen diesen mit etwa 3 bis 4 Liter Kohlensäuregas auf. Dadurch wird erreicht, dass sich die Bauchdecken von den darunter liegenden Darmschlingen abheben und genügend Raum für die anschließende Spiegelung entsteht. Als nächstes wird eine 5 - 10 mm dicke Hülse (Trokar) durch den Schnitt in der Nabelgrube in den Bauchraum eingeführt. Mit einem stabförmigen optischen Instrument (Laparoskop), an das eine Lichtquelle angeschlossen ist, lässt sich nun der gesamte Bauchraum betrachten. Unsere Laparoskopien arbeiten mit einer so genannten Videokette, bei der das Bild aus dem Bauchraum über eine Spezialkamera aufgenommen und auf einen Monitor übertragen wird. Durch Vergrößerungseffekte lassen sich auch kleinste Veränderungen auffinden. Der Operateur führt den Eingriff sozusagen auf dem Monitor durch. Dies steigert die Sicherheit und Vielfalt der endoskopischen Eingriffe.

Durch die Spülung des Bauchraumes bei Operationsende lassen sich die sonst häufig beklagten, gasbedingten (Schulter-) Schmerzen auf ein Minimum reduzieren. Erleichternd wirkt hier auch eine krankengymnastische Übung, die wir Ihnen noch vor dem Nachhausegehen erläutern werden.

In Abhängigkeit vom Krankheitsbefund bestimmt sich die Dauer einer Bauchspiegelung. Im Durchschnitt liegt sie unter einer Stunde. Größere Befunde bedürfen nicht selten 1 ½ bis 2 Stunden oder mehr. Trotzdem werden Sie sich unter den genannten Begleitmaßnahmen nach der Operation zügig erholen, so dass Sie in der Regel kaum länger als 4 Stunden nach der Operation verweilen.